Der AWO Stadtverband Marl startet Gesprächsreihe

Manifesta 16 Ruhr belebt die Kreuzkirche

Mit „Schichtende – Marler Gespräche“ startete eine neue Veranstaltungsreihe in Marl. Die Reihe findet im Rahmen der Manifesta 16 Ruhr statt und wird vom ehrenamtlichen Team des AWO-Stadtverbandes Marl organisiert. Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen, aktuelle Themen zu diskutieren und Raum für den offenen Austausch zu schaffen.
Michael Groß, Vorsitzender des Präsidiums des AWO-Bundesverbandes und ehemaliger Bundestagsabgeordneter für Marl und den Wahlkreis 122, war der erste Gast. Rund 40 Gäste kamen in der Kreuzkirche zusammen, hörten zu und brachten sich ins Gespräch ein.
Der gebürtige Marler war viele Jahre in der Kommunal- und Bundespolitik aktiv und berichtete von seinen Erfahrungen, Erfolgen und Herausforderungen. Und betonte dabei die Teamleistungen in der Partei, in der AWO, in seinem Umfeld. Von 2009 bis 2021 vertrat der Diplom-Sozialarbeiter seinen Wahlkreis als direkt gewählter Abgeordneter im Deutschen Bundestag.
Im Rahmen des Gesprächsabends berichtete Michael Groß über seine Erfahrungen. Diskutiert wurde mit den Gästen über soziale Ungleichheit, Armut, Städtebau und aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen.
Zu schaffen mache ihm der zunehmende Sozialabbau und die ersatzlose Streichung von kompletten Angeboten für Menschen mit verschiedenen Problemlagen. Die Stärkung des Ehrenamts sei für ihn ein wichtiger Auftrag, für den er sich mit Engagement einsetzt. Es gehe nur noch um Kürzungen, nicht mehr um Gestaltung. Das habe mit Reformen nichts zu tun. „Das können wir nicht akzeptieren. Da halten wir dagegen. Aber wir kämpfen an so vielen Fronten“, betont der SPD-Politiker. Die Nähe zur SPD sieht er als AWO Bundespräsident an vielen Stellen im Land nicht intensiv und nah genug. Wir sind eine sozialdemokratische Familie und können als AWO viel über die Lebenswelt in benachteiligten Quartieren und Regionen erzählen. Vor allen Dingen über fehlende Perspektiven und Hilfen. Die sozialdemokratische Erzählung „Aufstieg durch Bildung“ sei aktuell nur eine große Ausnahme für Kinder und Jugendliche. Die sehr ungerechte Vermögensverteilung und zunehmende Ungleichheit führe zu politischer Gleichgültigkeit und fehlender Akzeptanz unserer Demokratie.

Die neue Reihe setzt auf persönliche Begegnungen, unterschiedliche Perspektiven und einen Dialog auf Augenhöhe.
„Schichtende - Marler Gespräche“ richtet sich an alle Interessierten, die nach Feierabend miteinander ins Gespräch kommen möchten.

Bei Snacks und Getränken besteht die Gelegenheit, Fragen zu stellen, Meinungen auszutauschen und neue Perspektiven kennenzulernen.
Alle Bürger:innen sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der nächste Gast wird Bärbel Baucks sein. Die ehemalige Pfarrerin und Vorsitzende der Ev. Kirchenakademie freut sich auf das Gespräch am 20.08.2026.

Kontakt:
Lina Wenzel, AWO Stadtverbandsbüro Marl, Goldregenstraße 17, 45770 Marl
Telefon: 02365 2039143 - E-Mail: lina.wenzel@awo-msl-re.de